Short Trips in 2017 – Good old Days

Thanks to all the amazing people who took part on my journeys.

 

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Backpacking in Jamaika – Tipps

Unterkünfte und Aktivitäten

  • um ehrlich zu sein, war ich da dann doch von den recht hohen Preisen überrascht
  • eine Hostelnacht kostet im Schnitt 20 USD, Auswahl an Hostels ist nicht groß
  • eine einstündige Bootstour kostet ca. 20 USD, PADI Diving License = 400 USD
  • die Gegend um Portland ist etwas regnerischer als der Rest
  • Nachtruhe gibt es selten, denn irgendwo steht im ein riesen Soundsystem

Transport

  • bei kurzen Strecken die Route Taxis nehmen und vorher fragen, ob sie am gewünschten Ort halten. Diese Sammeltaxis erkennt man daran, dass seitlich am Auto Route Taxi steht. Bitte nur die mit roten Kennzeichen nehmen
  • Local Buses sind günstig und gleichen eher kleinen Vans. Diese fahren dann los, wenn sie voll sind. Wer Platz braucht, sollte extra für das Gepäck zahlen
  • Wer mehr Komfort braucht sollte die Busse von Knutsford Express nutzen

Essen

  • Typisch sind Pattys. Gefüllte Teigtaschen, meist mit Fleisch. Ist günstig und man wird satt. Kein kulinarisches Geschmackserlebnis
  • Jerk und Curry Fleisch. Der Jamaikaner würde sagen: Ya man, thats da thing here!
  • Acki Saltfish, mein Lieblingsessen! Acki ist eine Frucht, die ungeöffnet bzw. nicht abgekocht giftig sein kann. Mit gesalzenem Fisch ist dies das nationale Frühstück
  • auf der Straße kann man ruhig die Kürbissuppe essen. Meist sehr lecker. Es gibt auch Hühnerfusssuppe

Gesellschaft

  • eine zunehmend sich verschlechternde Wirtschaft und einer der höchsten Kriminalitätsraten in der Karibik beeinflussen die grundlegend positive Lebenshaltung nur wenig
  • der jamaikanische Slang ist schwer zu verstehen und hört sich nach einer komplett anderen Sprache an (was es auch ist). Bei nochmaligen Nachfragen wird dann in verständlichem englisch gesprochen
  • die Lieblingsgesprächsthemen sind Sex und Ganja (Oma, das ist Marihuana/Hasch 😉 ich stelle mir hier die Frage, ob jamaikanisches Dope den Sexualtrieb fördert. Marijuana ist bei weitem günstiger als Zigaretten!
  • nachts gelten allgemeine Verhaltensregeln, vor allen Dingen in Kingston: nicht viel Geld mitnehmen, keine Dokumente, nicht alleine sein, keine entlegenen Straßen besuchen

Negril – Touristenmekka Jamaikas

Story: Negril ist der Hotspot in Jamaika. Das liegt vor allem am 7 Mile Beach, der übrigens nur 4 Meilen lang ist. Trotz des hohen Touristenaufkommens verläuft sich das am Strand, sodass es noch nicht zu überlaufen ist. Das wird sich aber zunehmend ändern. Zum Glück meinte es die Sonne doch mit uns gut. Inzwischen haben mich 4 Münchner adoptiert und ein schwedisches Paar, was ich nun schon aus Kingston und Treasure Beach kannte.

Do’s:

  • Schnorcheln bei Ricks Cafe
  • im Kuyaba essen, hier gibt es nicht grad die freundlichsten Bedienungen aber mit dem Umsatz wird die NGO Angels of Love Jamaica unterstützt
  • I’tal Food (das Essen entsprechend der Rastafari Regeln) im Rasta Ade Refreshments zwischen dem Woodstock Grill und dem Kamara Restaurant
  • Live Musik am Roots Bamboo

Don’ts:

  • nicht handeln, das ist der größte Fehler den ihr machen könnt. Hier werden astronomische Preise abgerufen. Hartnäckig bleiben!

Montego Bay – Das amerikanische Jamaika

Story: Die Stadt ist Anlaufstelle für Pauschaltouristen und Zwischenstopps der Kreuzschiffreisenden. Einfach nicht mein Ding.

Do’s:

  • Old Hospital Beach
  • Dead End Beach, um die Flugzeuge beim landen zu beobachten
  • auf dem Marktplatz tanzende Menschen zu Hip Hop / Reggae beobachten
  • Tagesausflug nach Falmouth/Glysterine Water

Don’ts:

  • Hip Strip (zu teuer, zu wenig authentisch)
  • große Stadt erwarten

Treasure Beach & Black River – Ruhemodus

Story: Nach der chaotischen Stadt Kingston war dringend Entspannung notwendig. Auf nach Treasure Beach! Hier ist es ruhig, entspannt, man kann die Seele baumeln lassen, man hat Zeit für sich. Und, nach langem gab es auch wieder Sonnenstrahlen. Inzwischen hat fast jeder die gleiche Reiseroute, somit trifft man täglich bereits bekannte Gesichter.

Do’s :

  • Krokodile im Black River anschauen
  • Zeit verbringen im Jakes oder Jacks Sprat (die haben auch einen Schlafsaal)

Don’ts:

  • Nicht zu spät von Kingston losreisen. Man fährt meist mit dem Bus erst nach Santa Cruz und dann mit einem Route Taxi zum Treasure Beach. Wer in Santa Cruz zu spät ankommt, wird sich ein teures Privattaxi nehmen müssen

Kingston – Gänsehaut

Story: Die Hauptstadt Jamaikas ist nicht gerade als Prachtperle in der Karibik bekannt, hat es aber letztlich durch unzählige Bob Marley Songs in aller Welts Munde geschafft. Ich hab schon viele arme Städte gesehen, auch viele Ghettos besucht, doch dieses mal war es emotionaler und dabei war ich nur in Downtown. Ich habe selten so viel Hoffnungslosigkeit und Verzweifelung erfahren. So hatte eine Leidesgeschichte, die mir eine Frau erzählt hat zu Gänsehaut geführt.

Kingston ist allerdings auch bekannt für positive Vibes auf den Dancehallpartys. Eine besondere Erfahrung durfte ich in den Tuff Gong Studios machen, die ursprünglich mal von Bob gegründet worden. Dort kann man eine Tour durch die Studios und Vinylproduktion machen. Vor Ort habe ich einen jamaikanischen Künstler und seinem Manager aus London kennengelernt. Neben einigen Jam Sessions (mit meinem nicht vorhandenen musikalischen Talent habe ich nur zugehört) haben mir dann letztlich Peter, Anthony und Sue eine Stunde Schlagzeugunterricht gegeben. Und das ganze hat in einem Studio stattgefunden, wo bereits Jay-Z, Wycleff Jean, Gentleman und Co. aufgenommen haben. Was für ein Glück! Dies ist normalerweise nicht Bestandteil der Tour. Good Vibes! Gänsehautfeeling bei so viel Musikgeschichte.

Nachdem ich den Artikel schon fertig geschrieben hatte, gab es noch einen Zwischenfall. Ich habe probiert abends Geld zu holen, was glücklicherweise nicht funktioniert hat. Denn kurz vor dem Hostel wurde ich überfallen. Iphone weg, Kreditkarte und Geldbeutel mit 5€. Dann auf zur Polizeistation. Nach circa einer halben Stunde hatten sie einen der Täter gefasst. Glücklicherweise habe ich mein iphone zurückbekommen. Also war die Ausbeute der Diebe sehr gering. Glück für mich. Auf dem Polizeirevier saß der Täter in Handschellen neben mir. Wir haben versucht seinen whatsapp Chat nachzuvollziehen, um möglicherweise den 2. zu finden. Letztlich habe ich sein Handy genommen und seine Mum angerufen und ihr berichtet, was ihr Sohn so treibt. Er hat geweint wie ein Kleinkind. Als der gute dann weiterhin die Polizei angelogen hatte, nahm ein Polizist ein Holzlineal und schlug auf ihn ein bis er einen Zahn verlor. Ich konnte nicht hinsehen und bin auch der Meinung, dass dies nicht die gerechtfertigte Strafe ist! Passieren kann das überall, so no worries!

Do’s:

  • Bob Marley Museum
  • Tuff Gong Studio Tour
  • Wandmalereien in der Fleet Street anschauen (Lifeyard, leider das Cafe aus dem LP nicht gefunden)

Don’ts:

  • am Nahverkehr verzweifeln. Wie hier das Routetaxi-System funktioniert ist mir bis heute unklar🤷🏻‍♂️
  • Trench Town auf eigene Faust. Tastet euch erstmal an Downtown ran. Das könnte dem einen oder anderen schon genug sein. Die meisten Jamaikaner, die ich kennenlernen durfte, gehen selbst nicht in dieses Viertel

Portland (Port Antonio) – Das regnerische Paradies

Story: Ja, leider war es die gesamte Zeit regnerisch. Leider, weil es hier ein paar der schönsten Strände der Welt gibt. Auf der positiven Seite stehen: weniger Leute an den bekannteren Orten, saftig grüne Dschungellandschaften und einen noch langsameren Lebensstil hier in der Karibik.

Do’s:

  • Winnifred Beach
  • Blue Lagoon: ich empfand die Bootstourpreise als zu teuer. Also Drybag schnappen und schwimmen!
  • Reach Falls: da ist das unvergessliche Reiseerlebnis. Atemberaubende Natur gepaart mit ein wenig Adrenalin und Sport

Don’ts:

  • 10 USD Eintritt für die Reach Falls zahlen, um im oberen Pool schwimmen zu dürfen, alternativ zahlt man einem Local Guide auch 10 USD. Der Guide führt euch dann den Weg zun den Wasserfällen hinauf durch unzählige Pools. Dabei kann man ein paar Felssprünge machen und durch Höhlen tauchen. Letztlich bekommt ihr den Anblick der Reach Falls auch zu sehen, allerdings darf man nicht direkt drin schwimmen.