Emma 2.0 – Mein Van Projekt

Als ich mir die Rahmenbedingung für mein Sabbatical überlegt hatte, wurde mir bewusst, dass ich zumindest eine gewisse Zeit mit meinem Bus „Emma“ reisen möchte. Da ich im Sabbatical nicht genug Geld haben werde, um eine Tausend-Euro-Reparatur zahlen zu können, ist es auch wie eine Abschiedsfahrt. Ich gehe davon aus, dass ich Emma traurigerweise irgendwann zurücklassen muss. Dann werde ich den neuen Besitzer sehr sorgfältig auswählen. Bisher sah man von innen nur kalten Metallwände, die Fahrerkabine war vom Laderaum abgetrennt, es gab nur ein paar Kisten und die Matratze lag auf dem Boden. Das konnte so natürlich nicht bleiben, wenn ich in dem Wagen leben wollte.

Schnell wurde ich bei meiner Ideensuche zum Pinterest-Junkie. Ich hatte mir geplant viel Stauraum zu bauen. Es sollte aussehen wie ein rollendes Wohnzimmer. Ich wollte mich einfach wohlfühlen. Zudem sollte es eine Bibliothek geben, ein flexibles Bett, was man auch schnell aus dem Bus entfernen kann, um Emma als Transporter zu nutzen. Außerdem wollte ich mehr Licht im Auto.

Mein gesammelten Pins vor dem Umbau

Mit wenig Handwerkererfahrung und kaum Geld wollte ich nun mein Van-Projekt realisieren. Zum Glück habe ich im Bekanntenkreis jemanden gefunden, der viel Holz aus seiner Bauunternehmung rumliegen hatte. Ostern 2018 habe ich mir dann eine Woche freigenommen und 5 Tage täglich 14 h geschuftet und zack war die Emma 2.0 fertig.

Erst habe ich sie isoliert und den Rost von der Karosserie entfernt. Danach wurde ein Holzboden mit Linoleum verlegt. Die Schiebetür wurde gegen eine andere mit Glas ausgetauscht und ein Teil der Trennwand wurde abgeflext. Dann habe ich das ausziehbare Bett gebaut (im Nachhinein würde ich lieber ein klappbares Bett bauen). Im nächsten Schritt habe ich die Seiten- und Deckenplatten angebracht. Der seitliche Schrank sollte nur teils über die volle Höhe des Vans gehen, sodass es von innen nicht zu voll wirkt. Am niedrigeren Teil des Schrankes habe ich eine Kreidewand gebastelt. Der Schrank an der Rückseite sollte auch nur teils über die komplette Höhe gehen. So kommt mehr Licht ins Auto. Einen weiteren Traum, den ich mir erfüllt habe, ist das Dachfenster. Somit kann man im bettliegend die Sterne sehen. Meine Hängematte findet bei eingezogenem Bett glücklicherweise auch Platz und mein Mini-Beamer wurde auch schon erprobt. Wir haben jetzt ein mobiles Open-Air Kino. Den kompletten Fortschritt des Umbaus findet ihr auf Pinterest.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.