Travel Slam Vol. 4 München – Mein 1. Reisevortrag

Ende Februar war ich zum ersten Mal bei einem Travel Slam (unterstützt von Travellers Insight). Und das Format hatte mich sofort begeistert! 3 Leute erzählen für eine vorher festgelegte Zeit über eine bestimmte Reise und einer der Slamer wird letztlich von dem Publikum dazu auserkoren noch eine Zugabe zu geben. Besonders beeindruckt hatte mich der Vortrag von Stephan Meurisch, der zu Fuß von München nach Tibet gegangen ist. Letztlich hat Stephan mich dann dem Organisator, Frank, und dem Moderator, Alexander Königsmann, vorgestellt. Kurzum ein wenig an der Bar versackt, kamen wir auf die Idee, dass ich über meine Tuk Tuk Tour in Indien berichten könnte. Ein paar Bier gaben mir die nötige Leichtigkeit und Übermut kurzerhand zu zusagen.

In den darauffolgenden Wochen wurde mir dann bewusst, dass dies auch Arbeit bedeutet: Fotos finden; Feststellen, dass diese verschollen sind; Fotos aus Dresden einschicken lassen; Reise Revue passieren lassen; Fotos sortieren; Anekdoten wieder in Erinnerung rufen; und nun Vortragen üben. Halt! Letzteres findet dann doch eh nie statt, weil man alles auf den letzten Drücker macht und dafür keine Zeit mehr bleibt. In den zwei Tagen bevor es losging, habe ich mir dann ca. 40 Ausreden überlegt, wieso ich denn nun doch nicht teilnehmen kann. 196 Szenarien in meinem Kopf gebaut, an was es alles zu achten gilt. Und letztlich stellt man sich die Frage: Wieso stresse ich mich überhaupt bei etwas, was ich mir selbst ausgesucht habe zu tun? Es ist die eigene Erwartungshaltung an sich selbst. Langsam kam ich zu der Feststellung, dass es keinen Sinn ergibt mit mir selber härter ins Gericht zu gehen als mit meinen Mitmenschen. Am Vortrag hatte mir dann noch meine Schwester geschrieben: „Zeig‘ dich so locker wie du bist und dann wird das“. Ah stimmt, ich hatte meine Lockerheit verloren! Zu guter letzt hat mir auch noch mal meine Freundin klar gemacht, dass ich teilnehme, weil es mir Spaß macht.

Mit diesen neuen Erkenntnissen ging‘ es nun zur Veranstaltung. Ich war schon sehr gespannt Bernd Beigl (Radreise von Kairo nach Kapstadt) und Götz Nitsche (Radreise in Neuseeland) kennenzulernen. In einer ausgelassen Atmosphäre lernte ich schnell den Humor von Bernd und einige Anekdoten aus Afrika kennen und schätzen. Ich sag’s euch: Wenn ihr einen Comedian für eine Feier braucht, ruft Bernd an! Bei Götz erkannte ich mich schnell wieder, schließlich war ich auch mal in Neuseeland. Viel spannender empfand ich seinen Werdegang hin zum Autor. Zwischenfazit: Das Event hatte sich für mich schon gelohnt bevor es überhaupt gestartet ist und jegliche Nervosität war verflogen. Jetzt gab es nur noch ein Ziel: Sich inspirieren lassen und andere selbst inspirieren. Als ich selbst vorgetragen habe, ist mir bewusst geworden, warum ich mich dazu instinktiv entschlossen hatte an diesem Format teilzunehmen. Ich teile einfach gerne meine Erfahrungen und mein Wissen. Ich schätze den daraus entstehenden Austausch, der mir persönlich auch einen Mehrwert gibt. Es bringt mir einfach ganz viel Spaß und Freude!

Ehrlicherweise hatte ich mich als Newbie in der Runde gesehen. Bernd hatte bereits an einem Travel Slam teilgenommen und Götz ist bereits Autor. Deshalb kam nie der Gedanke von einem Wettbewerb auf. Es ging mir immer nur um die Unterhaltung. Um so überraschender war es, dass ich noch eine Zugabe geben durfte. Was für ein verrückter und schöner Abend! Es war schön über sich selbst zu lernen, schön sich selbst herauszufordern, schön neue Gleichgesinnte kennenzulernen, schön unterstützt zu werden und besonders schön Leute unterhalten zu haben! Danke an dieser Stelle an Stephan, Bernd, Götz, Alex, Frank, Sarah, Sara und vor allen Dingen großes Danke an alle Zuschauer. Durch euch konnte ich einiges über mich selbst lernen!

STEP OUT AND START!

PS: Wem die Geschichte der Tuk Tuk Reise interessiert, der kann mir gerne eine Mail an info@stepoutandstart.com schreiben.

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