Sabbatical – Und dann kommt alles anders

Vor unserer Reise haben wir natürlich eine grobe Idee unseres Sabbaticals entworfen. Wir waren uns schon immer bewusst, dass es anders kommen wird. Plus, der Luxus eines Sabbaticals ist es, die Freiheit zu genießen, sich nicht getrieben zu fühlen. Nun ist Halbzeit und wir befinden uns immer noch auf unserer ursprünglichen Route. Einzige nennenswerte Ausreißer sind die Abstecher nach Moldawien und Griechenland. Was jedoch viel mehr ins Gewicht fällt, ist dass wir langsamer reisen. Wenn man einen Monat allein in Kappadokien bleibt und Iran auch um einen Monat verlängert, ist es klar, dass sich unser Weg zwangsläufig anpassen muss. Nach dem Iran steht Pakistan auf der Liste. Immer wieder waren wir skeptisch, ob wir dort wirklich hinsollen, schließlich gilt der Osten als nicht super sicher. Je mehr wir uns jedoch mit Pakistan beschäftigt hatten, desto sicherer wurden wir uns, dass wir unbedingt die Gastfreundschaft und die schöne Berglandschaft bestaunen möchten. Also hatten wir das Visum beantragt.

Tja, und dann gestaltete sich das alles etwas schwierig. Nach 2 Wochen hin und her mit der pakistanischen Botschaft waren die Chancen auf ein Visum noch da, aber wir hatten uns nun dagegen entschieden und dass, obwohl wir bereits im Süden Irans (Qeshm) waren. Wir haben mehr Lust langsam zu reisen und zu verweilen. Weiter Richtung Osten hätte uns einiges an Fahrzeit abverlangt. Ein weiterer Grund ist, dass all die schönen Orte, die wir gerne in Pakistan sehen möchten, derzeit schlecht bereisbar sind, da es derzeit zu kalt ist. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich so nun evtl. die Emma wieder nach Hause fahren. Somit ist der neue Plan, auf in den Kaukasus, eine Weile backpacken gehen und dann die Emma nach Hause fahren.

Aus dem Süden haben wir dann nochmals in Yazd und Teheran gestoppt. Irgendwie war es schön und entspannend zu Orte zurückzukommen, wo man Leute, Restaurants usw. kennt. Vor allen Dingen in Teheran fühlte es sich an als ob wir nach Hause gekommen sind. Schön war auch, dass wir hier Ben, den wir aus Shiraz kannten, und Johannes & Max zufällig wieder getroffen haben. Die beiden Brüden sind uns an der iranischen Botschaft in Istanbul begegnet. Die Jungs sind richtig gut verrückt und haben unseren vollsten Respekt verdient, denn sie reisen mit einem Tandem. Wir waren zwar über die letzten Wochen immer wieder in Kontakt, aber das wir auf einmal zufällig am Frühstückstisch sitzen, konnte keiner ahnen.

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