Türkei im Winter

Kurz bevor der Winter uns nun endgültig verlässt, haben wir unser Winter-Video aus der Türkei fertig bekommen. Btw Emma (unser Bus) ist übrigens etwas eifersüchtig.

Advertisements

Istanbul – Fetihye, Beyöglu und Kardiköy

Story: Fetihye und Beyöglu sind gewiss Stadtteile an denen man in Istanbul nicht vorbeikommt. Fetihye ist geprägt von den Bazaaren und Beyöglu ist wohl DAS Bar und Restaurant Viertel. Eine Fährfahrt in Istanbul muss auch dazugehören. Dabei empfehlen wir die traditionellere asiatische Seite anzusteuern.

Do’s:

  • ganz viel Zeit fuer die Bazaare mitbringen
  • die Cafes in Beyöglu erkunden
  • eine Bootsfahrt machen

Don’ts:

  • ohne Recherche Sachen auf den Bazaar kaufen

Coeliac/Glutenfree:

There are a few documented restsurants offering gluten free ‚understanding‘ in Istanbul such as Imbat and Neyzade, but you would be silly to go past Datli Maya for any of them.

Datli Maya is a small, eccentric, hole-in-the-wall restauarant offering organic, vegetarian, vegan, and gluten free local cuisine. While there are still things containing gluten on the menu, they do specialty gluten free Pides and Lahmacuns (which are delicious – especially the lahmacuns!). They’re set up is also very cool with patrons walking up through the kitchen to get to the dining room. It was such a treat to eat some truly local dishes, we went back again and again.

Karaköy Güllüoglu is one of the oldest bakeries in Istanbul (with two locations in Karakoy). So speaking of traditional cuisine; if you’re like me and have never tried baklava before then you need to make a visit to this bakery offering a specialty gluten free baklava. It’s kept in the back so just ask any of the staff – who might reply with questions about whether or not you mean ‚Glutensiz‘, which is Turkish for gluten free.


  
   

Bergama – Die kleine Schwester von Ephesus

Story: Bergama oder auch als Pergamon bekannt, ist eine weitere Ruinenstätte und ist durch das 999. UNESCO Weltkulturerbe, der Bergama Akropolis bekannt. Wenn man einen Tag vorher in Ephesus war, mag die Ruinenstadt auf dem Berg nicht mehr ganz so beeindrucken, jedoch bietet es mehr Stille durch weniger Touristen und die Kleinstadt Bergama überzeugt durch Authenzität.

Do’s:

  • Besichtigt die Akropolis
  • Wandert durch die schmalen Gassen mit den typisch bunten Bergama Häusern am Fuße der Akropolis

Don’ts:

  • die Gondel zur Akropolis nehmen. Spart euch die 10-15 Lira, wandert den Pfad entlang und genießt die Aussicht bis zum Meer

Ankunft von:

Bergama ist nur 2,5 h mit dem Auto von Ephesus entfernt.

Übernachten: Das Aristonicus Boutique Hotel wird seinem gerecht und bietet für einen schmalen Geldbeutel eine Menge Flair. Das Gebäude ist traumhaft schön und überzeugt mit stilvoller Einrichtung mitten in den bunten Gassen. Fazit: Sehr zu empfehlen!

  
    
    
   

Ephesus – Die Mystik der Antike

Story: Ephesus (Ephosos oder auch Efes) war einer der bedeutendsten griechischen Städte Kleinasiens. Die weitläufige Ruinenlandschaft, die bis heute immer noch nicht vollständig erschlossen ist, beherbergt eines der 7 Weltwunder, den Tempel von Artemis. Das große Theater und die Bibliothek sind die eindrucksvollsten Gebäude hier. Normalerweise soll es hier sehr überlaufen sein, da die Cruiser Schiffe am Meer halten, welches unweit entfernt ist. Mit ein bisschen Glück und guten Timing findet man im Winter einsame Plätze oder ist sogar der einzige in Ephesus.

Als Ausgangspunkt für den Besuch in Ephesus eignet sich Selcuk. Es ist eine typische türkische Kleinstadt, welche von Landwirtschaft geprägt ist. Es gibt hier keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Jedoch wird hier immer noch Authenzität vermittelt trotz der Touristenscharen.

Do’s:

  • am Nachmittag Ephesus besuchen und die Mystik der Antik auf sich wirken lassen
  • der Weg zum Haus Marias bietet eine super Aussicht

Don’ts:

  • die Siebenschläferhöhlen besichtigen


Ankunft von: 

Für die 200 km von Pamukkale braucht man 3 Stunden. Nehmt die Route ohne Autobahn. Sie dauert genau so lange und spart Mautgebühren.

Übernachten:
Nach längerer Suche nach einem geeignetem Schlafplatz wurden all unsere Träume erfüllt. Für weniger als 40 € die Nacht, bekommt man in der Villa Dreams 2 detail verliebte, gemütliche Zimmer mit super Aussicht über Selcuk. Einziger Nachteil, die Unterkunft liegt auf einem Berghang, deshalb ist ein Auto empfehlenswert.

  
  
  

Pamukkale – Die falschen Schneeberge

Story: Die einzigartigen Kalkterrassen dürften fast überall auf der Welt bekannt sein. Wer kennt die Bilder nicht von Menschenmengen sitzend in türkisfarbenem Wasser umgeben von einer Art Schneelandschaft. Je nachdem wo das warme Thermalwasser entlang geleitet wird, fliesst es entweder über die Terrassen oder als eine Art Bach. Leider hatten wir diesmal kein Glück und das Wasser lief nicht über die Terrassen, weshalb das darin vorhandene Wasser zu kalt war, um darin zu sitzen. Außerdem hat das Wetter nicht so mitgespielt, weshalb Pamukkale nicht so beeindruckend wirkte wie man es sich vorstellt. Nichtsdestotrotz ist es eine Reise wert. 

Do’s:

  • auch im Winter die Badehose einpacken, falls die Terrassen mit warmen Wasser befüllt werden
  • die Ruinen von Hierapolis anschauen

Don’ts:

  • den mittleren Eingang nehmen
  • Pommes im Ottoman House essen, Göreme soll angeblich ganz gut sein

Ankunft von: 

Pamukkale ist gute 3,5 h Autofahrt von Patara entfernt. Im Winter sollte man vorsichtshalber Schneeketten einpacken und mehr Zeit für die Fahrt einplanen.

Übernachten:

Das Venus Suites Hotel war bisher mit Abstand das schönste Hotel, was wir in der Türkei zu Gesicht bekamen. Es ist neu, schick und hat einen Pool.

Kas und Patara – Einmal Sommergefühle, bitte!

Story: Wenn man in der Türkei ist, erwartet man normalerweise Sonne, weiße Strände und türkises Wasser. Einen Hauch vom mediterranen Flair wollten wir auch im Winter spüren. So hatte es uns zunächst in die kleine verschlafene Stadt Kas verschlagen. Leider gibt es hier keinen Strand. Im Sommer ist es hier meist überfüllt mit Tauchern. Im Winter (15 Grad) kann man bei Glück seinen türkischen Kaffee draußen am Meer genießen.

Ca. 40 km davon entfernt liegt der längste Strand der Türkei in Patara. Wer nun Hotel an Hotel erwartet, hat falsch gedacht. Der Strand ist umgeben von alten Ruinen und ist gleichzeitig eine Brutstätte für Meeresschildkröten, somit untersteht er dem Naturschutz. Deshalb zahlt man hier auch Eintritt. Im Winter kann es sein, dass man einen 20 km langen Strand für sich alleine hat. Wenn man nicht grad aus Neuseeland kommt, ist das etwas besonderes. Das Dorfzentrum wirkt im Winter wie ausgestorben, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Es eignet sich mehr als Ausflug.


Do’s:

  • Kas: Tee im Asma Alti (6) schlürfe  und den Meeresblick genießen. Wer Ruhe bevorzugt, sollte im Asma Garden Platz nehmen.
  • Patara: Verpflegung mit an den Strand nehmen, denn im Winter ist die einzige Beach Bar geschlossen

Don’ts:

  • Kas: Strand erwarten
  • Patara: Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sind im Winter weitestgehend geschlossen


Ankunft von:

Von Göreme nach Kas sind es stolze 800 km, die man in 10 h zurücklegen kann. Die Fahrt ist unbeschreiblich schön. Verschneite Berge, weite Steppenlandschaften, Pässe und Straßen direkt am Meer sorgen für Abwechslung.

Von Kas nach Pattara braucht man 1 h. Langsam bauen wir eine Beziehung zu unserem Mietwagen auf. Es ist jedoch keine Emma.


Übernachten:

In Kas haben wir in der Santosa Pension übernachtet. Die Unterkunft ist sehr basic. Im Winter hat man lieber noch einen Schlafsack dabei. Wer gerne mit einer türkischen Familie leben würde oder zumindest einmal Frühstück mit einer türkischen Familie erleben möchte, sollte die Santosa Pension besuchen. Selten erlebt man so viel Gastfreundschaft.

Die Flower Pension in Patara ist auch basic. Es ist eine der wenigen Übernachtungsmöglichkeiten im Winter, wenn nicht sogar die Einzige. Im Sommer kann man es sich sicherlich im Pool gut gehen lassen. Zu unser Überraschung wussten die Gastfamilie über Glutenintoleranz Bescheid.


 

Ballonfahren in Kappadokia

Wenn man Kappadokia googelt, begegnem einem schnell Fotos mit unzähligen Heißluftballons. Genau das gehört zu den Standardaktivitäten hier. Mainstream oder To-Do? Wir sind für „ihr müsst das machen“. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön und gewinnt nochmals an Schönheit beim Anblick aus der Vogelperspektive. Die unzähligen anderen Ballons in der Luft paaren natürliche Schönheit mit farblichem Chaos und ein wenig Skurrilität.

Vergesst eure Ballonfahrt zu planen. Wir dachten immer „ja super, zu Neujahr machen wir eine Ballonfahrt.“ Relativ schnell bemerkten wir, dass das Wetter oft nicht mitspielt, und wenn man nicht grad eine ganze Woche in Kappadokia verbringt, sollte man es so schnell wie nur möglich probieren. Bei uns wurde es 3mal abgesagt, eher wir dann am 2.1. in die Luft durften. Wir sind extra eine Nacht länger geblieben, was so nicht geplant war. Wer mich kennt, weiß dass solche Änderungen nicht immer einfach für mich sind. Letztlich war es so beeindruckend, sodass weitere Nächte in Kappadokia auch für mich ok gewesen wären.

Ein Ballonfahrt kostet in der Nebensaison zwischen 120 und 170 Euro, abhängig vom Unternehmen und wie viele Leute in einem Ballon sitzen. Wir finden, dass es sich nicht lohnt mehr zu zahlen, sodass statt 16 Leute nur 8 Personen im Ballon sitzen. Normalerweise sind die Ballons mit 16-18 Personen gefüllt. Zugegeben eine Ballonfahrt in trauter Zweisamkeit hat seinen Reiz, ist aber unbezahlbar.

Die Touren finden immer zum Sonnenaufgang statt. Meist wird man 5:30 Uhr vom Hotel abgeholt und zum Sammelpunkt gefahren, kurze Stärkung und Einweisung und dann geht es los.

Letztlich hängt alles vom Wetter ab. Das Wetter bestimmt die Schönheit des Erlebnisses. Es bestimmt die Aussicht und vor allen Dingen die Flugroute. Dies macht wohl auch den Reiz aus.