Emma takes the Balkans 1/3

Nun ist das erste der 3 Balkan Videos fertig. Viel Spass!

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Balkan – Ein Abschlussplädoyer

Eine Woche sind wir zurück im Alltagsleben. So schnell wie sich das Hamsterrad wieder anfängt zu drehen, desto depressiver wird die Stimmung und desto stärker wird die Sehnsucht nach den schönen Erlebnissen. Ein Dilemma, dieses Reisen!

Bevor uns das Leben wieder eingeholt hat, wollen wir nochmal unsere Erfahrungen Revue passieren lassen. 4 Wochen, 19 Grenzübergänge und 5350 km später fühlen wir uns reicher. Reicher an Eindrücken der Natur, der Menschen, der Religionen, ja auch an Politik und auch der Flüchtlingsdebatte. Auslöser für die Reise in den Balkan war das Unbekannte. Der Balkan, vielleicht die letzte Abenteuerregion Europas?

Der Balkan ist tatsächlich die unterentwickelste Region Europas. Das heißt wie immer weniger Komfort, mehr zu entdecken. Die Geschichte ist noch frisch, beispielsweise wird der Kosovo bis heute nicht als souveränes Land von allen EU Staaten anerkannt. Was hat uns so sehr gefallen? Es ist die Abwechslung: Serbien trotzt mit der Geschichte, Montenegro ist das zweite Monaco, Kosovo eine junge Nation von der wir eine verfälschte Wahrnehmung haben, Mazedonienen ist die kleine Türkei, Albanien bietet Abwechslung von einsamen türkisblauen Buchten und wunderschönen Gebirgen, Bosnien und Herzegowina ist ein Kulturmix der Religionen, Slowenien lässt sich mit Neuseeland vergleichen und Kroatien unterscheidet sich von Komfort nicht zu anderen EU Staaten. Wem nicht langweilig sein darf, der ist hier genau richtig.

Wer Politik verstehen will, oder über die Flüchtingsthematik debattieren will oder einfach nur Gastfreundschaft erleben will, der sollte auch auf Entdeckungstour im Balkan gehen!

Zusammenfassung: Nein Mama, da ist wirklich kein Krieg mehr!!! Koffer packen und los geht es!

Gadime Cave – Marmor, Stein und Eisen bricht, ABER…

Story: Als Tagesausflug oder als Zwischenstopp nach Mazedonien sollte man unbedingt in Pecina halten, um die Marmorhöhle anzuschauen. Eine vor 40 Jahren entdeckte Höhle, die aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten leider nicht weiter erforscht werden kann. Für 2€ bekommt man eine halbstündige Führung auf albanisch. Wir hatten Glück, dass ein weiterer Besucher uns alles übersetzt hat. Unbedingt besuchen, wenn ihr sowieso vorbeifahrt.

Ankunft von: 

Von Pristina benötigt man weniger als eine halbe Stunde mit dem Auto.



  

Pristina – Die Picasso Stadt

Story: Die Hauptstadt Kosovo’s kann nicht grad mit schöner Architektur überzeugen, wie schon Belgrad nicht. Es wirkt mehr wie ein zusammengewürfelter Haufen. Jedoch wirkt die Stadt durch ihre Vielfältigkeit an Cafes, Bars und Restaurants einladend. Also , vom Adrenalinshock erholen und in Cafes die Seele baumeln lassen.

Do’s:

  • den Bazar besuchen
  • über den Mutter Theresa Boulevard schlendern
  • kleine Restaurants entdecken

Don’ts:

  • müde wie wir sein und das angeblich aufregende Nachtleben verpassen

Coeliac/Glutenfree:

Down a small side street and tucked between buildings is the incredible vegetarian restaurant; Babaghanoush. Run by a couple of friendly young locals, it’s a modern twist on tapas in an alternative setting with an ever-changing menu. They don’t have specifically gluten free dishes but, with a kiwi chef in the kitchen, the knowledge is more than present (a welcome surprise in Kosovo!). Skip the bread/falafel and delight your tastebuds with delicious dips, pates, roasted mushrooms, and potatoes (the carrot dip is not to be missed if it’s still available!). This place really could not come more highly recommended. We left with full bellies and warmed hearts. Kosovo is turning out to be a pleasant surprise around every corner…

Ankunft von: 

Emma hat von Peja 2 h benötigt.

Übernachten:

Das Han Hostel könnte zentraler nicht liegen. Die Doppelzimmer sind nichts besonderes. Sonst mangelt es dem Hostel aber an nichts. Saubere Duschen, Frühstück inklusive, Waschmöglichkeiten und das Wichtigste: super coole Mitarbeiter, die jede Menge Insidertipps parat haben.

   
    
    
 

Peja / Rugova Mountains – Hoch hinaus

Story: Peja, auch geschrieben Peje oder Pec, ist eine kleine Stadt umgeben von den Rugova Bergen. Größtes Highlight ist das UNESCO Kulturerbe das Patriarchenkloster. Google hat uns hierbei ein bisschen irritiert, denn als wir an dem Zielort ankamen, fanden wir einen Militär-Checkpoint vor. Aber dies ist tatsächlich der Eingang, denn das Kloster ist serbisch-orthodox und in einem Staat der weitestgehend von Albanern bevölkert ist. Wir ihr alle wisst, gehörte der Kosovo einst zu Serbien und ist nun ein selbstständiger Staat. Die Kirche wirkt zunächst nicht weiter interessant bis man die Wandmalereien entdeckt. Dies erstaunt sogar Leute, die sonst keine Kirchen mögen. Zum Schluss wird man noch von einer super netten Nonne abgefangen, die nach den 2€ Eintritt fragt und jedem einen hausgebrandten Slivovic verabreicht.

Die restliche Zeit in Peja sollte man in den Bergen bzw. der Schlucht verbringen, die mich an Taroko in Taiwan erinnert. Wir hatten uns dazu entschieden unseren ersten Klettersteig zu überwinden, natürlich mit Guide. Noli ist erfahren, Einheimischer und wahrscheinlich der coolste Typ in Peja, wenn nicht sogar ganz Kosovo. Er hat mit Bekannten den ersten Klettersteig des Kosovo’s gebaut. Derzeit bauen sie eine Zipline und noch einen weiteren Klettersteig. Viele weitere Projekte will Noli mit seiner NGO fördern, um den Tourismus in der Region aufzubauen. Er bietet auch noch weitere Touren an, die ihr HIER nachschauen könnt. Der Klettersteig Via Ferrata Ari ist definitiv ein Muss. Für 15€ pro Person habt ihr ca. 3 h Spaß und Adrenalin.

Um ehrlich zu sein, sind wir mit geringen Erwartungen in den Kosovo gekommen und dies wurde belohnt. Das Interesse an uns, die Gastfreundschaft und Freundlichkeit überzeugen uns. Der Kosovo ist nun eines meiner Lieblingsländer. Schmeißt die Vorurteile weg und fangt an euch selbst ein Bild zu machen!

Do’s:

Don’ts:

  • Vorurteile haben

Ankunft von: 

Vom Biogradska Gora Nationalpark haben wir 3,5 h gebraucht. Die Fahrt durch die Gebirgsstrassen ist super. Nur der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung für den Kosovo ist uncool, wenn man einen Transporter mit Lkw-Zulassung hat, denn dann schlagen 70€ zu Buche.


  

  
 

Balkan Roadtrip 2015

In genau einer Woche geht es los. Ziel? Westbalkan! Dabei wollen wir uns auf Serbien, Kosovo, Mazedonien, Albanien und Montenegro konzentrieren. Uns erwartet Kriegsgeschichte, Mittelmeerküste, Hochgebirge und vor allen Dinge jede Menge neue kulturelle Eindrücke.

Nun mag der eine oder andere denken, dass wir verrückt sind, schließlich wird der Balkan im Zuge der Flüchtlingsdiskussionen stets negativ thematisiert. Für uns macht es dieses Abenteuer nur noch interessanter. Gibt es einen besseren Weg für die eigene Meinungsbildung als Erste-Hand-Informationen? Sicherlich nicht. Während ich hier relativ relaxt sitze und eher drüber nachdenke wie es Emma wohl überstehen wird, macht sich meine bessere Hälfte eher Gedanken, ob es denn nicht gefährlich ist zum jetzigen Zeitpunkt in den Balkan zu reisen.

Stay tuned, wenn du wissen möchtest, wie es tatsächlich vor Ort ist.