Südasien – Reminiscing

Ein Jahr ist die Reise nun her. Schwelgen wir doch ein bisschen in Erinnerung.

Advertisements

Kalkutta

12 h Zugfahrt spaeter plus 2 Stunden Verspaetung bin ich in der ehemaligen Hauptstadt des „British-Indias“ angekommen.

Nach nun ca. 7 Wochen straffem Reiseplan war es nun an der Zeit jegliches Sightseeing wegzulassen. Zufaellig bin ich jedoch am Wahrzeichen, die Victoria Memorial Hall, vorbeigekommen.

Sonst hab ich mich jedoch nur treiben lassen. Dabei habe ich einen Brahmanen, eine Art hinduistischen Priester, kennengelernt. Aufgrund meines guten Karmas hat er mich zum Essen eingeladen 🙂 Zum Dank habe ich seine Schueler zur Schule gebracht.

Am Barabazar Markt kann man sich super in den unzaehligen Gassen verirren. Dort hatte ich endlich meinen ersehnten Kulturschock. Die Gassen waren masslos ueberfuellt, es war stickig heiss und ueberall gab es eine Geruchsmischung aus Raeucherstaebchen, Urin und gebratenem Huehnchen. Zu allem Ueberfluss stand ich auf einmal noch mitten in einer Demonstration. Die Reisetugend „Menschenmassen meiden“ funktioniert in Kalkutta nicht. Im Nachhinein betrachtet war der Barabazar Markt doch ziemlich super!

Auch sonst hat Kalkutta einiges zu bieten. Es gibt unzaehlige Gebaeude, wo der britische Einfluss unverkennbar ist und es gibt hier das einzige Tramsystems Indiens. Ausserdem findet man hier die von mir sog. „Menschenrickshaws“. Diese sind jedoch etwas erniedrigend, da man sich wie ein Koenig durch die Gegend ziehen laesst.

Das YWCA Guesthouse, wo man auch als Mann hin kann, ist die bisher guenstigste Unterkunft fuer 3 €. Dementsprechend ist auch der Standard. Es ist aber nicht die schlechteste Unterkunft in der ich bisher in Indien war.

An dieser Stelle: Bye bye Indien, danke fuer deine Gastfreundschaft!

20140405-182843.jpg

20140405-182932.jpg

20140405-183036.jpg

20140405-183143.jpg

20140405-183216.jpg

20140405-183315.jpg

20140405-183444.jpg

20140405-183533.jpg

20140405-183551.jpg

20140405-214828.jpg

Varanasi

Varanasi, ein Stadt im Bundesstaat Uttar Pradesh, ist gute 12 h mit dem Zug von Agra entfernt. Die erste Nachtfahrt war ertraeglich und in der AC3 Klasse (Abteil mit Klimaanlage und 3 Betten auf einer Seite) laesst es sich bestens aushalten.

Was ist in Varanasi so besonders?
Es ist einfach fuer uns Westler skurril zu sehen wie hier die Rituale vollzogen werden. Entlang der Ghats (Badestellen) baden den ganzen Tag Hindis im heiligen Wasser des Ganges. Die interessantesten Ghats sind die von Assi, Dashashwamedh (bekannt fuer abendliche Feste) und Manikarnika (bekannt fuer die Feuerbestattung). Bei Letzterem werden Leichen verbrannt und anschliessend baden die Angehoerigen in der Asche. Manche duerfen nicht verbrannt werden wie z.B. Heilige. Diese werden in Tuechern eingerollt und im Ganges geopfert. Die Angehoerigen von Verstorbenen erkennt man meist an den kahl geschorenen Koepfen. Waehrend in unserer Welt das Thema Tod tabu ist, hat hier niemand Beruehrungsaengste mit diesem Thema. Das liegt wohl auch am Glauben an die Wiedergeburt. Die Stadt gehoert zum Pflichtprogramm jedes Reisenden.

Bereits auf der Zugfahrt nach Varansi habe ich 3 Leute aus China kennengelernt. Durch Zufall ging es in das gleiche Hotel und letztlich konnte ich meine Qualitaeten als Reiseleiter fuer die naechsten 48 Stunden unter beweis Stellen. 很高興認識妳。我希望我們很快就會在北京約

Das Hotel Alka ist guenstig, super sauber und hat eine gute Lage. Es liegt direkt am Flussufer, die kleinen schmalen Einkaufsgassen sind unmittelbar in der Umgebung und ausserdem gibt es hier eine Dachterrasse.

20140404-113438.jpg

20140404-113533.jpg

20140404-113621.jpg

20140404-113650.jpg

20140404-113718.jpg

20140404-113745.jpg

20140404-113802.jpg

20140404-163126.jpg

Agra

Den Namen des Ortes kennen wohl nicht allzu viele, doch das Taj Mahal sollte allen ein Begriff sein. Deshalb ging es heute frueh 3 Stunden mit dem Zug in der Sleeper Class hierher. Neben dem Taj Mahal gibt es hier auch noch andere Sehenswuerdigkeiten wie das Agra Fort, das „Baby Taj Mahal“, den Mehtab Bagh Garten. Wer sich zur letzten Sehenswuerdigkeit begibt, um sich das Taj Mahal vom Fluss aus anzusehen, kann sich den Eintritt sparen und einfach die Strasse parallel zum Garten folgen.

Jetzt zur eigentlichen Geschichte. Ich hab einen coolen Rickshawfahrer kennengelernt. Wir haben uns so gut verstanden, dass ich ihm eine Website gebastelt habe. Aus diversen Gruenden stand ich auf einmal da und schuldete ihm 1200 INR (15 €). Khan, mein neuer Lieblingsrickshawfahrer hat mir dann noch 500 INR mit auf dem Weg nach Varanasi gegeben. Morgen sollte das Geldproblem geloest sein. Ich bin ihm zu unendlichem Dank verpflichtet. Ich hab selten so einen herzensguten Menschen kennengelernt. Wer nach Agra reist und Hilfe braucht oder einen Fahrer/Guide sollte sich bei „Good Khan“ melden!

Das Green Park Restaurant ist super. Es ist ruhig gelegen im Zentrum, hat einen schoenen Garten und das indische Essen ist klasse.

20140402-162109.jpg

20140402-162118.jpg

20140402-162125.jpg

20140402-162130.jpg

20140402-205708.jpg

20140402-205723.jpg

20140402-205730.jpg

20140402-205739.jpg

20140402-205702.jpg

Delhi

Vorgestern ging es auf die Schnelle mit dem Flieger in die Hauptstadt Indiens, nach Delhi. Die letzten Tage war ich dann mit ein paar indischen Freunden unterwegs.

Alt-Delhi ist wie der Name es vermuten laesst, der aeltere Stadtteil. Es ist typisch indisch hier: chaotisch, hektisch und manchmal nicht ganz sauber. Sich anschauen sollte man hier unbedingt das Rote Fort und die Jama Masjid Moschee.

Neu-Delhi wirkt dagegen schon viel europaeischer und bietet einiges zu sehen. Als Highlights gelten Jantar Mantar, die Humayuns Grabstaette, der Lotus Tempel und der Qutb Minar Komplex.

Der Akshardham Tempel ist ein beeindruckendes Gebaeude. Leider liegt er etwas ausserhalb. Wer das Nachtleben geniessen moechte, sollte sich am Hauz Khas austoben.

20140401-173547.jpg

20140401-173558.jpg

20140401-173615.jpg

20140401-173628.jpg

20140401-173656.jpg

20140401-173710.jpg

20140401-173721.jpg

20140401-173740.jpg

20140401-173746.jpg

20140401-174604.jpg

20140401-215422.jpg

Mumbai – Elephanta Island

Heute ging es fuer Nicht-Geschaedigte von gestern Abend zur Elephanta Island. Dort stehen die Hoehlentempel von Gharapuri. Die Fahrt war ziemlich unspektakulaer. Man faehrt nur an Frachtschiffen und Industriehaefen vorbei. Die Hoehlen sind jedoch sehenswert. Um dort hin zu gelangen muss man eine 90-minuetige Bootsfahrt vom Gate of India auf sich nehmen.

Nachmittags mussten wir unsere geliebten Rickshaws abgeben. Dafuer waren wir auf einer 40 km langen Abschiedstournee. Wir haben es das letzte Mal genossen von Leuten bejubelt und belaechelt zu werden. Uebrigens 40 km spaeter waren immer noch in Mumbai. Wahnsinn, wie gross die Stadt ist. Wir werden unsere Rickshaws vermissen!

Hiermit entlasse ich auch ganz offiziell meine Reisegruppe, die sich nun noch ein paar Tage in der arabischen Lasterhöhle Bahrain austoben darf.

20140329-205925.jpg

20140329-205952.jpg

20140329-210019.jpg

20140329-210032.jpg

20140329-210038.jpg

20140329-210044.jpg

Mumbai – Dhavari Slum & Churchgate

Heute gab es eine Sightseeingtour der anderen Art. Das Dhavari Slum wird oft als groesstes Slum Asiens bezeichnet, was es aber nicht ist. Hier leben ca. 1 Million Menschen und die Bevoelkerungsdichte ist noch 3 mal hoeher als in Mumbai selbst. Durch die immer groesser werdende Stadt liegt das Slum inzwischen relativ zentral in Mumbai. Generell ist es total normal hier in einem Slum zu wohnen, denn ca. 60 % aller Einwohner Mumbais leben dort.

Beeindruckend war die Geschaeftstuechtigkeit. Wir sahen wie Plastik und Aluminium recyclet wurde, Ledersachen und Tongefaesse hergestellt wurden. Generell war es nicht so schlimm wie erwartet. Die Gerueche hielten sich in Grenzen. Die Anblicke waren teils gewoehnungsbeduerftig. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, denn das „Abwasser“ fliesst ueberall lang. Übrigens die Fotos stammen von Postkarten. Selber Fotos machen waere unangemessen gewesen.

Die Tour war informativ und einfach anders. 80 % der Einnahmen werden an eine soziale Einrichtung weitergegeben, die u.a. eine Schule betreiben! Reality Tours bieten auch weitere interessante Touren, wie die Street Food Tour, an.

Den Nachmittag haben wir kontrastreich gestaltet. Die Strandpromenade in Churchgate mit den Hochhaeusern kann sich sehen lassen. Spaetestens jetzt sollten einem die krassen Unterschiede bewusst sein. Wer eine Dachterrasse mit Strandblick sucht, dem ist das Saffron Bay zu empfehlen.

Aufgrund eines Geburtstages in unserer Runde wird heute das Nachtleben ausgetestet. Diese Erfahrungsberichte werden hier aber nicht geteilt!

20140328-153335.jpg

20140328-144409.jpg

20140328-153508.jpg

20140328-153517.jpg

20140328-153524.jpg

20140328-153544.jpg

20140328-153539.jpg

20140328-182540.jpg

20140328-182613.jpg

20140329-012739.jpg