Bethlehem & Hebron – Willkommen in Palästina!

Story: Über den Israel-Palästina Konflikt weiß jeder oberflächlich Bescheid. Was bedeutet das aber nun für die Lebensweisen der Palästinenser? Liegt Bethlehem wirklich in Palästina? Und was sind A/B/C Zonen? Ein Dickicht an offenen Fragen, die ich nur teils beantworten kann. Palästina ist grundlegend in Westjordanland mit Ostjerusalem und den Gaza-Streifen gegliedert. Innerhalb des Westjordanlands gibt es verschiedene Zonen, die sich in der Unabhängigkeit bzw. Selbstbestimmung Palästinas unterscheiden. Es gibt bspw. Zonen, wo Israelis der Zutritt versagt ist und es palästinensische Kennzeichen gibt. Dann gibt es wiederum Teile Palästinas, wo alles 1zu1 so ist wie in Israel. Verwirrend!

Bethlehem jedenfalls liegt in Palästina. Ja genau, das Bethlehem, wo Jesus geboren wurde. Auf dem Weg dort hin, muss man die Grenze und die sehr stark umstrittene, von Israel gebaute Mauer durchqueren.

Hebron ist sozusagen die Hauptstadt Palästinas und liegt mehr im Herzen des Westjordanlands. Man sieht die Unterschiede zu Israel stärker als in Bethlehem. Weniger Infrastruktur, weniger Ordnung, mehr Müll, mehr Chaos. Das alles verändert nichts an der Güte der Menschen. Auf dem Markt in der Altstadt haben wir Süßigkeiten geschenkt bekommen.

Um nur ansatzweise den Israel-Palästina Konflikt fühlen zu können, ist es unabdingbar einen Kurztrip einzuplanen.

Do’s:

  • Grabeskirche
  • The Walled off Hotel von Banksy; das Museum über den Mauerbau ist super informativ; Bansy hat auch ein Video über den Gaza-Streifen gedreht
  • Weihnachtsbaumschmuck in Bethlehem kaufen
  • Alten Markt in Hebron bestaunen (und nicht an Feiertagen besuchen)
  • Nicht auf Google Maps hören, manchmal hat auch maps.me nicht weitergeholfen

Bethlehem

Hebron

Jerusalem – Die Mutter der Religionen

Story: Die wohl geschichtsträchtigste Stadt der Welt war unser erster Reisestopp. Mit Ehrfurcht und Sorgfalt begegnet man dieser Stadt automatisch, sobald die Geschichtsbücher einen in den Bann gezogen haben. Viele Insidertipps muss man hier auch nicht geben, denn es ist klar, dass die Klagemauer, der Tempelberg mit Dom, die Altstadt etc. auf der Liste stehen. In jedem Fall war die Altstadt für mich vollkommen anders als angenommen. Aus unerklärlichen Gründen bin ich davon ausgegangen, dass die Stadt weitläufig und frei ist. Die Realität besteht es vielen schmalen Gassen, vielen Menschen und viel Handel, was automatisch zu einer leicht angespannten Gefühslage führt.

Do’s:

Liebster Award

Zum Anfang dachte ich mir, was soll das? Matt, den wir in Nove Starine kennengelermt haben, hat uns für diesen Award nominiert. Nach ein bisschen Recherche wurde uns klar, was es damit auf sich hat. Es ist ein Award von Reiseblogger zu Reiseblogger. Es soll dazu dienen ein größeres Netzwerk zu schaffen, die Community zu vergrößern. Einfach gesagt geht es darum eine bisschen Liebe zu teilen, von wem man inspiriert wird.

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Wir wollen auch den Brauch folgen und die üblichen Fragen beantworten.

Wieso habt ihr mit dem Bloggen angefangen?

Ein Freund und ich haben 2012 ein Auslandssemester in Taiwan eingelegt. Um unseren Freundeskreis und vor allen Dingen unsere Familie auf dem Laufenden zu halten, hatten wir uns entschieden unsere Eindrücke zu veröffentlichen. Dies haben wir auch auf unserer Südostasienreise beibehalten. Nun haben wir regelmäßig positives Feedback bekommen, was mich letztlich dazu bewegte mein neues Hobby nicht aufzugeben.

Was willst du mit dem Teilen deiner Geschichten erreichen?

Durch das Weitergeben von meinen Erfahrungen und meinem Blickwinkel auf das Erlebte möchte ich die Reiseorganisation anderer erleichtern. Für diejenigen, die nicht reisen können oder wollen, verfolge ich ein anderes Ziel. Durch Bilder und ein paar geschilderte Eindrücke soll es den Lesern möglich werden, die große weite und komplexe Welt zu sehen. Dabei geht es nicht nur um das Sehen schöner Orte, sondern auch um das Verstehen des „anders seins“, das Sehen von anderen Kulturen, Menschen, Speisen, Architektur, Verhaltensweisen und so weiter. Letztlich stehen wir für Offenheit und Toleranz.

Wie reist du? Bist du eher spontan oder hast du bereits einen festen Plan für das nächste Jahr?

Erwischt! Hingegen den meisten Reisenden habe ich schon einen ziemlich konkreten und detaillierten Plan. Ich hab immer Angst etwas zu verpassen und bin von Effizienz getrieben. Ich überlasse ungern etwas dem Zufall. Meine Reiseorganisation wird oft von vielen belächelt. Ohne dem kann ich aber nicht ruhig schlafen. Es lehrt mir meist aber einiges über die Orte, die ich besuchen werde. Außerdem kann mich dann nichts mehr schocken. In meinem beruflichen Leben dreht sich auch alles ums Planen. Somit ist das eher meine eigene Leidenschaft.

Das heißt aber keinesfalls, dass ich engstirnig an meinem Plan festhalten muss. Der Plan ist eher ein roter Faden. Da ist immer Platz für Spontanität. Wenn ein Ort mich fesselt oder ich mich den Menschen verbunden fühle, bleibe ich gerne länger als geplant. Trotz meines immer vorhandenen Plans bewahre ich mir alle Freiheiten!

Ist da irgendwas, was du gerne gewusst hättest bevor du mit dem Reisen begonnen hast?

JA, und zwar dass die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft in allen Ländern, wo ich bisher war einen viel höheren Stellenwert hat als in unserer Gesellschaft. Wir leben in Anonymität und sind gegenüber Fremden nicht sehr offen. So ist dann die Gastfreundschaft wie z.B. im Kosovo überwältigend. Reisen ist so einfach. Man brauch nur Mut.

Welchen Ratschlag kannst du Leuten geben, die auch gerne so reisen würden wie du?

Redet nicht so viel von dem, was ihr gerne machen würdet. Lasst Taten sprechen! Du willst schöne Orte sehen? Dann mach es! Du hast keine Zeit? Nimm sie dir. Es hängt von deinen Prioritäten ab. Du hast kein Geld? Brauchst du nicht! Verlass deine Komfortzone, trampe, mach couchsurfing, sei freundlich und offen. Dann lösen sich alle Probleme von allein.

Wer ist deine größte Inspiration?

Schwer zu sagen, aber Gwen und Patrick, die ich für einen Abend in Nepal kennenlernen durfte, haben mich definitiv inspiriert. Sie sind glaub nun schon seit mehr als 2 Jahren unterwegs. Kurzum hat mich ihr Mut am meisten inspiriert. Schaut selbst auf ihre Seite: www.weitumdiewelt.de

Was ist dein Lieblingsreisezitat?

千里之行,始於足下

A journey of a thousand miles begins with a single step. Heißt so viel wie eine Reise von tausend Kilometern beginnt mit dem ersten Schritt.

Das Sprichwort stammt vom chinesischen Philosophen Lao Tse. Mir ist es erstmals während meines Auslandsaufenthaltes in Taiwan begegnet. Es passt einfach super zu meiner Einstellung, dass man zum Reisen Mut haben muss. Der erste Schritt ist der Schwerste.

Wo ist dein Lieblingsort auf der Welt und wo?

Diplomatische Antwort: Das kann man so leicht nicht sagen. Man kann schlecht Berge mit Strand und Stadt vergleichen. Der Ort, der mich sicherlich bisher am meisten beeinflusst hat, ist sicherlich Taiwan. Ein wunderschönes Land, was eigentlich für Einsteiger perfekt ist, da es einen hohen Standard hat, sicher und günstig ist. Zudem ist es nicht das Standard-Touristenland.

Und nun?

Wir wollen den Brauch weiter tragen und auch jemanden nominieren. Trommelwirbel: Wir nominieren Kathy und Romeo aus Wien von www.sommertage.com. Ich habe die beiden am Flughafen in Bangkok kennengelernt und wir sind dann eine Woche in Myanmar zusammengereist. Heutzutage sind wir enge Freunde, sehen uns ganz oft in Wien und erzählen ständig über unser liebstes Hobby, das Reisen!

Neuseeland

Neuseeland, für die meisten das Traumziel, für mich private Verpflichtung? Für die meisten ist Neuseeland aufgrund der Ferne und Einsamkeit interessant. Für mich war es eigentlich nie ein Reiseziel in naher Zukunft. Neuseeland ist sicher und einfach zu bereisen, dachte ich mir und deshalb kann ich dies auch tun, wenn ich alt bin.  Dieses Prinzip lege ich immer zugrunde bei der Wahl meiner Reiseziele. Da eine Freundin größtenteils in Neuseeland aufgewachsen ist und einen Heimatbesuch geplant hatte, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Aufgrund der Vielzahl von Reiseführern und Blogeinträgen nur eine kleine Einschätzung meinerseits:

Auckland: Super! Waiheke Island nicht auslassen! Highlife Festival an Silvester auslassen…

Waitomo Caves: Machen! ich würde beim nächsten Mal ein Fortgeschrittenen Tour durch die Höhlen buchen.

Lake Taupo & Rotorua: Nicht so spannend wie erwartet.

Queenstown: Ein Muss für jedermann. Wer ein Auto hat und gerne 10 km entfernt wohnen möchte, der möge sich bitte hier melden: B&B Farmstay, Crown View (+64 3 442 9411, info@crownview.co.nz). Dieses wunderbare, ältere Ehepaar habe ich auf meinem Flug nach Queenstown kennengelernt: Kleiner Tipp: Wenn ihr ein bisschen bei der Gartenarbeit helft, ist die Unterkunft evtl. umsonst :). Die Zimmer sind schön eingerichtet und der Ausblick ist unbezahlbar: IMG_1704 Wanaka: Wandern nicht vergessen! Lake Tekaupo: Ein Muss! Christchurch: Kulturell und historisch anspruchsvoll.

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8 h in Shanghai

Wenn man einen kurzen Zwischenstopp nach Neuseeland in Shangahi hat, muss man das nutzen. Ein Kurzzeitvisum ist umsonst und unkompliziert. Mit der Magnetschwebebahn und einem taxi ist man in weniger als einer Stunde am Oriental Pearl Tower. Wenn man nun noch beachtet, dass man 2 h eher wieder am Flughafen sein muss, hat meinen Aufenthalt von 4 h, was ausreichend ist um die Hochhauswelt zu erkunden. Mein persönliches Highlight war das chinesische Essen, was mich an meine Studienzeit in Taiwan erinnerte.

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