Lima (Centro Historica, Miraflores, Barranco, Rimac) – Die immergraue Stadt

Story: Die Hauptstadt Perus ist immer grau. Man ist sich nie sicher, ob es Smog oder Nebel ist, aber die Sonne kommt hier nie durch. Der zugezogene Himmel vermittelt immer das Gefühl, dass es gleich regnet. Falsch gedacht. Der Niederschlag hier strebt gen null!

Das Centro Historico, die Altstadt, besitzt eine Vielzahl von Kolonialbauten und ist Pflichtprogramm jeden Touris.

Die etwas „Mutigeren“ überqueren die Brücke nach Rimac. Die Gebäude sehen hier ähnlich aus wie in der Altstadt, nur etwas verfallener. Es ist einer der vielen Arbeiterviertel. Diesem Stadtteil wird auch nachgesagt, dass er für Touristen gefährlich ist. Aber ganz ehrlich, wer sich auf den Hauptstrassen am Tage mit einem wachen Auge umhertreibt, sollte wertvolle Erfahrungen machen und dem authentischen Lima sehr nahe kommen.

Miraflores ist das angesagteste Viertel. Unzählige Restaurants, viele Hostels, Gegend der schönen und reichen, direkter Zugang zum Meer, so gelingt der sanfte Einstieg für alle Südamerika-Unerfahrenen.

Barranco ist das Künstlerviertel. Hier gibt es viel Street Art, unzählige Cafes und Strände. Genug Gründe, um sich hier niederzulassen!


Do’s:

  • Surfen in Miraflores (1h = 60 Sol)
  • Abstecher nach Rimac machen
  • das Choco Museo besuchen (in Lima gibt es 4), viel über Kakao erfahren und Leckeren probieren (GRATIS)
  • sich bei der Free Walking Tour berieseln lassen
  • Wachenwechsel am Präsidentenpalast mit imposanter klassischer Musik erleben (12 Uhr)
  • in Barranco übernachten
  • Taxifahrt zum Cerro San Cristobal

Don’ts:

  • einen Markt im Peru Pa’ti erwarten (es ist ein Restaurant)
  • Sonne in Lima genießen 😄

Coeliac/Glutenfree:
In Miraflores gibt es ein veganes Cafe, das Raw Cafe.  Die meisten Speisen sind auch glutenfrei. Neben einer zahlreichen Auswahl von Süssigkeiten, werden auch gesunde Hauptspeisen angeboten. Ein Besuch lohnt sich, wer aber großen Hunger hat, brauch auch einen großen Geldbeutel.


Übernachten:
Das Hostel Backpackers Family Club ist die kleine Schwester vom Hostel Backpackers Family House, welches den meisten aus dem Lonely Planet bekannt sein dürfte. Die Unterkunft besitzt durchschnittliches Hostelniveau.

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Paracas & Islas Ballestas – Delfine, Pinguine und Seerobben

Story: Der Hafenort El Charco ist bekannt durch den nahegelegenden Paracas Nationalpark und wird deshalb fälschlicherweise als Paracas bezeichnet. Paracas ist kein schönes Strandstädtchen, eher eine industrielle Fischerstadt. Hierher zu fahren lohnt sich trotzdem. Im Nationalpark kann man lange Strände und die Weite der Wüste für sich genießen. Die  Islas Ballestas, die auch von bösen Zungen als „Galapagos für Arme“ bezeichnet werden, sind nur ein Katzensprung entfernt. Hier bekommt man mit ein bisschen Glück neben Pelikane und Seehunde auch Pinguine zu Gesicht. Südlich von der zentralen Anlegestelle der Fischerboote konnten wir sogar Delfine beim Spielen beobachten.

Do’s:

  • den Paracas Nationalpark mit dem Fahrrad entdecken. Unterschätzt die Entfernungen nicht
  • Bootstour zur Islas Ballestas
  • schaut bei Pukasoncco vorbei. Es ist zum einen das wohl abwechslungsreichste und traditionellste Restaurant mit vielen vegetarischen/veganen/glutenfreienSpeisen, zum anderen ist es ein Souvenirladen mit Herz. Pukasoncco fertigt nämlich alles selber. Viel spannender ist es dort einen Workshop zu besuchen. Wir haben einen Silberring mit Andenopal selber geschmiedet. Pukasoncco ist ein Muss in Paracas.

Don’ts:

  • idyllischen Strandurlaub erwarten. Peru ist einfach kein Strandurlaubsland.


Ankunft von:
 Um von Huacachina nach Paracas zu gelangen, muss man erst ein Taxi nach Ica nehmen. Von dort fährt man eine Stunde mit dem Bus.

Übernachten: Unseren Schalfplatz haben wir etwas außerhalb von Paracas an der Grenze zum Nationalpark gefunden. Die Bamboo Paracas Eco Bungalows sind Camper mit eigenem Bad und kleiner Küche. Auch wenn der Preis eher gehoben ist, stellt diese Übernachtungsmöglichkeit eine super Alternative zum sonst eintönigen Hostel/Hotelambiente dar. Der kleine Pool und die Hängematten laden zum Relaxen ein. Für alle Kitesurfer ist das der Place to be.

Huacachina – Wüstenpfütze

Story: Die kleine Oase in der Nähe von Ica ist ein Touristenmagnet in Peru. Keine 10 Minuten von Smog, Autogehupe und Menschenmassen in Ica entfernt, findet man einen kleinen künstlichen Teich in der Wüste umgeben von ein paar Hostels und Restaurants. Die Lagune ist eher eine Pfütze, klein und dreckig. Nichtsdestotrotz versprüht der Ort ein bisschen Charme. Letztlich überzeugt das Sandboarding und die Dune Baggy Touren. Als Tagesausflug oder eine Übernachtung lohnt es sich alle mal!

Do’s:

  • klassische Sandboarding und Dune Baggy Tour machen
  • ein Buch in der Bibliothek lesen
  • im Banana Hostel abhängen. Ist wohl der Ort mit dem meisten Backpackerflair

Don’ts:

  • in der Lagune schwimmen gehen
  • sich auf das Sandboarding bei der Tour beschränken. Leiht euch ein bis zwei Stunden ein Board aus und erklimmt selbst die Dünen

Coeliac/Glutenfree: Im La Casa de Bamboo gibt es ein paar glutenfreie Speisen. Zu empfehlen ist das Quinotto und der Kaffee.

Ankunft von: Gute 12h ist man von Arequipa nach Ica unterwegs. Dieses mal haben wir uns für die 180 Grad Klasse bei Exclusiva entschieden. Fazit: Lohnt sich, wird aber teuer.

Übernachten: In Huacachina liest man meist nur schlechte Reviews. Auf das Schlimmste eingestellt hat uns das Hotel Curasi überrascht. Ist es durchschnittlich, glänzt aber mit der sauberen Poolanlage.

Arequipa – … ein bisschen weniger

Story: Arequipa wird oft an zweiter Stelle nach Cusco genannt. Das liegt daran, dass es in Cusco mehr geschichtsträchtige Gebäude gibt, und vor allem mehr Touristen. Genau das ist das schöne an Arequipa. Es geht hier gemächlicher zu. Arequipa ist wie Cusco, nur gibt es hier von allem ein bisschen weniger. In der Innenstadt findet man spanische Architektur, umsäumt ist die Stadt von 3 Vulkanen. Ähnlich wie Cusco ist auch Arequipa eine super Ausgangsstation für Trekking, Mountainbiking etc.

Do’s:

  • wer Döner liebt, sollte ins El Turko gehen. Ist zwar nicht so gut wie die deutsche Variante. Unbedingt Baklava probieren!
  • einheimisch in einer Picanteria essen

Don’ts:

  • Nur im Stadtzentrum bleiben. In Yanahuara gibt es einen schönen Aussichtspunkt

Coeliac/Glutenfree: Im Crepisimo gibt es gegen 5 Soles Aufpreis gluten- und laktosefreie Crepes. Unser Favorit ist das Crepes mit Ziegenkäse, Birne, Paranuss und Sirup. Ein Besuch lohnt sich auch durch das schöne Ambiente.
Ankunft von: Mit dem Bus benötigt man von Cusco ca. 10h. Diesmal haben wir die Cama Klasse bei Transzela probiert. Einen Qualitätsunterschied zu Cruz del Sur konnten wir nicht feststellen.
How to go there? How Long? How much?

Übernachten: Kurzum, das Wayra Hotel ist wohl bisher unsere Lieblingsbleibe. Das liegt vor allem an der Familie. Es hat sich eher wie ein Verwandschaftsbesuch angefühlt.

Machu Picchu – Land der Treppen

Story: Die Inkaruine Machu Picchu ist wohl jedem ein Begriff, deshalb verzichte ich auf weitere Erläuterungen. Wikipedia ist da einfach besser als mein gefährliches Halbwissen.

Um von Aguas Calientes zu Machu Picchu zu gelangen, müsst ihr entweder für 12 USD einen Bus nehmen oder 45-60 min Treppen steigen.

Do’s:

  • am Eingang spätestens 4:45 Uhr anstehen
  • Sonnencreme einpacken
  • Machu Picchu Mountain oder Wayne Picchu im Voraus dazubuchen. Wayne Picchu ist meist eher ausgebucht. Beachtet, dass der Aufstieg zum Machu Picchu Mountain qualvolle 1,5 h Treppenwanderung bedeutet.

Don’ts:

  • die Inka Brücke besichtigen
  • mit dem Bus zu Machu Picchu fahren. Irgendwie bringt das Wandern und Anstehen ein Gefühl von einer Pilgerwanderung mit sich.
  • Essen und Trinken vergessen

    Salkantay Trail – Große Höhe für Beginner

    Story: Die meisten, die Machu Picchu bereisen wollen, denken sich: „Super, da gibt es doch den bekannten Inka-Trail.“ Ziemlich schnell kommt dann Ernüchterung auf, da man diese Wanderung Monate im Voraus buchen muss. Es bleiben 2 Optionen, Salkantay oder Inka Jungle Tour. Wir hatten uns für den Salkantay Trek entschieden, da er als anspruchsvoller gilt und bei der Inka Jungle Tour liegt der Fokus nicht auf Trekking.

    Die Auswahl des besten Touranbieters ist mühselig. In Cusco gibt es bestimmt tausende Agenturen. Welche ist also die Richtige? Eigentlich ist das gar nicht so wichtig, denn die Wandergruppen werden aus verschiedenen Touranbietern gebildet. Wir haben unsere Tour mit Lucky Peru Tour gebucht und diese wiederum gehören zur Salkantay Group. Informiert euch also lieber bei welcher übergeordneten Gruppe euer Touranbieter die Wanderung bucht. Unser Tour Anbieter ist empfehlenswert, vor allen Dingen kann man ihn rund um die Uhr bei whatsapp erreichen 🙂 Bei Fragen könnt ihr Lucky Tours einfach unter ‪+51 949 757 585‬ schreiben.

    Beim Vergleichen solltet ihr auf folgendes achten:

    • Ist der Transport inklusive?
    • Startet ihr von Mollepata oder Challacancha?
    • Wie oft gibt es Essen? Wie viele Gänge? Wie viele Getränke bekommt ihr?
    • Wie groß ist die Reisegruppe?
    • Was für Zelte werden verwendet? Oder schlaft ihr überhaupt in Zelte? Sind die Hot Springs inklusive?
    • Equipment wie Schlafsack oder Wanderstöcke inklusive?
    • Eintrittsticket zu Machu Picchu inklusive?
    • Rücktransport mit dem Zug oder zurückwandern zum Hidroelectrica?
    • Sind die Getränke beim letzten Abendessen in Aguas Calientes inklusive?
    • In welchem Hostel seid ihr?

    Überlegt euch gut, ob ihr eine Gruppenwanderung machen solltet. Vorteilhaft ist sicherlich der geringere Organisationsaufwand, ihr lernt Leute kennen, es gibt Sicherheit, da die Guides wissen wie man mit Höhenkrankheit umzugehen hat. Von Nachteil ist, dass man weniger Selbstbestimmung und Freiheiten hat. Man kann nicht sein eigenes Tempo laufen. Ich würde jedem eine Gruppenwanderung empfehlen, der noch nicht über 3000 m wandern war. Wer dies jedoch schon ein paar mal gemacht hat, sollte sein eigenes Abenteuer starten.

    Kurzer Ablauf. Tag 1 Bus von Cusco nach Challacancha. Von dort aus bis nach Soraypampa (3900 m) wandern, Dauer 3h. Akklimatisierungswanderung zum Humantay See (4200 m)

    Tag 2 Wanderung zum Pass auf ca. 4600 m und Abstieg nach Chaullay (2900 m). Dauer 9h.

    Tag 3 Abstieg nach Sahuayacu auf 2450 m und Busfahrt nach Santa Teresa. Hot Springs nachmittags.

    Tag 4 mit dem Bus zum Ziplining und weiter zum Hidroelectrica. Wanderung entlang der Gleise nach Aguas Calientes

    Tag 5 Machu Picchu. Wenn ihr auch zum Machu Picchu Mountain wandert, ist es der härteste Tag, vorrausgesetzt ihr nehmt keinen Bus zum Machu Picchu. Zug nach Ollantaytambo. Bus nach Cusco.

    Do’s:

    • Mückenspray and Sonnencreme
    • an Tag 4 das Wandern zum Hidroelectrica auslassen und lieber wandern, da der Wanderweg eine staubig, viel befahrene Strecke ist
    • einen dünnen Hüttenschlafsack mitnehmen, wenn man sich einen Schlafsack ausleiht
    • uns hätte die 4 Tage Tour auch gereicht. Wir waren nicht ganz ausgelastet und eine straffere Tour hätte uns besser gelegen

    Don’ts:

    • Hot Springs in Santa Teresa (es ist schon dort, ABER bei so warmen Wetter, ist eine Thermalquelle nicht unbedingt erholsam)
    • Wasserreinigungstabletten verwenden. Dies töten lediglich Bakterien ab. Im Wasser befinden sich aber auch schädliche Mineralien, deshalb ist ein Wasserfilter besser geeignet
    • viel Zeit investieren, um den besten Touranbieter zu finden
    • im Salkantay Inn in Aguas Calientes übernachten. Wir hatten überall Haare im Zimmer 😦

    Cusco – Muchas Gracias

    Story: Cusco ist die Inka-Hauptstadt und stellt das Tor zum Heiligen Tal mit seinen unzähligen Ruinen und dem weltbekannten Machu Picchu dar. Wahrscheinlich ist Cusco die schönste Stadt Perus, wenn man sich auf die Architektur bezieht. Der starke Einfluss der spanischen Eroberer ist im Stadtbild unverkennbar. 

    In Huaraz haben wir die Ruhe genossen, in Cusco kann man das vergessen. Man wird wie in allen Touristenorten mit Angeboten für Souvenirs, Touren und Essen überhäuft. Da bleibt einem nichts anderes übrig als mit einem „Muchas Gracias“ in Dauerschleife durch die Straßen zu laufen.


    Do’s:

    • zum Aussichtspunkt an der Iglesia San Cristobal gehen
    • im Juni das Inti Raymi (Sonnenfest der Inka) besuchen
    • die San Pedro Kirche ist eine der wenigen Kirchen, welche gratis ist
    • einen Kaffee im coolsten Laden Cuscos geniessen, im L’Atelier. Lasst eure Freundinnen zu Hause, hier gibt es auch Kleidung und Schmuck

    Don’ts:

    • auf günstiges Essen hoffen
    • San Pedro und Ayahuasca probieren. Ich, als altbekannter Gegner von Berauschungsmitteln, appelliere an den gesunden Menschenverstand, wenn überhaupt, diese halluzinogenen Mittel nur im Zuge von Schimanenritualen einzunehmen!

    Coeliac/Glutenfree: Das Greens Organic Restaurant bietet eine Vielzahl von peruanischen und amerikanischen Fast Food Varianten, welche vegetarisch, vegan und auch glutenfrei angeboten werden. Die Aufbereitung und Geschmack verdienen schon fast einen Michelinstern. Das rechtfertigt auch die hohen Preise!


    Ankunft von:
     Um von Huaraz nach Cusco zu kommen, muss man erst nach Lima reisen. Wir haben uns für den Nachtbus nach Lima und dann für einen Flug nach Cusco entschieden. Ein Flug mit LCP kostet ca. 95€, wenn am gleichen Tag der Buchung losfliegt.


    Übernachten:  
    Das Los Aticos ist im Gegensatz zu den meisten Unterkünften nicht an einer der lauten Hauptstrassen gelegen. Das Personal ist hilfreich und unser Zimmer war fast zu gut um wahr zu sein. Für 25€ bekamen wir ein Dreibettzimmer mit TV, Bad, Balkon und Aussicht über die Stadt.