Al-Wafra

Al-Wafra ist die suedlichste Stadt Kuwaits und liegt direkt an der Grenze zu Saudi-Arabien.

Fuer einen Nachmittagsausflug ist es gut geeignet. Auf dem Weg dorthin faehrt man kilometerweit durch die Wueste und vorbei an unzaehligen Oelraffinerien. Die Stadt selbst wirkt verschlafen und hat gute Straende. Die bekannten Gemueseplantagen gibt es grad nicht. Mit 45 Grad ist es einfach zu heiss.

Noch ein kurzer Zwischenstopp in Istanbul und dann ist die Reise beendet. Somit ist dies auch der letzte Blogeintrag fuer geraume Zeit. Dank an alle, die fuer Unterstuetzung gesorgt haben. Bye Bye South Asia and Middle East!!!

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Kuwait City

Kuwait, meine neue Liebe. Statt die Parallelen zum Rest der arabischen Golfregion aufzuzaehlen, konzentrieren wir uns doch auf die guten Seiten. Die Skyline wirkt keineswegs aufgesetzt. Hier scheint es eine Staedtebauordnung zu geben. Die Hochhaeuser wirken tagsueber nicht protzig und bilden ein gutes Stadtbild mit aelteren Haeusern. Nachts sieht es dann aus wie in Las Vegas. Die Kuwaitis wirken nicht unnahbar wie die Leute in Katar. Sie sind aufgeschlossen und interessiert. Man merkt den amerikanischen Einfluss. Auf der anderen Seite haben sie aber nicht ihre Seele verkauft wie z.B. in Bahrain. Somit gibt es strenge Gesetze gemaess des Islams. Alkohol ist verboten! Dafuer haben die Raucher ein leichtes Spiel. Denn hier wird ueberall geraucht, in Einkaufszentren, Bueros, Fahrstuehlen usw. Ein weiterer Grund, der fuer Kuwait City spricht, ist der Strand. Hier gibt es viele Badestraende ringsum die Stadt verteilt!!!

Das Wahrzeichen die Kuwait Towers sind schon ein etwas aelteres Semester aber irgendwie faszinierend. Leider ist derzeit die Aussichtsplattform geschlossen. Auch das Restaurant im Liberation Tower ist geschlossen. Liebe Lonely Planet Verfasser, ihr habt einiges in euren Reisefuehrern zu aendern.

Mit 18 hab ich mich gefragt, wieso mein Dad mir aufzwingt die Autoreifen selber zu wechseln. Kostet in der Werkstatt nur ein paar Euro. Heute konnte ich von meinem Wissen Gebrauch machen. Ein paar Scheiche sind mit einem Auto gestrandet und wussten nicht wie man einen Wagenheber bedient. Der freundliche Deutsche hilft da gern. Zum Dank gab es den ganzen Tag kostenfreien Shuttleservice und uebertriebener Weise Gastgeschenke in Form von Uhren und Kleidung 🙂 Ja, ihr habt ja recht. Ich frag mich inzwischen auch wie man so viel Glueck haben kann.

Hostels hab ich selbst nach stundenlanger Internetrecherche nicht gefunden. Die Jugendherbergen wurden geschlossen. Somit musste ich auf das guenstigste Hotel fuer 40 € die Nacht zurueckgreifen. Das Second Home Hotel ist ok. In Suedasien haette man aber nicht mehr als 10 € gezahlt. Selbst in Deutschland waere es guenstiger. Hier gibt es halt keine westlichen Touristen, sondern nur Geschaeftsleute.

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Manama

Ja, die Hauptstadt hat fast den gleichen Namen wie das Lied von der Sesamstrasse. Wie ueberall gibt es hier unzaehlige Hochhaeuser und neu erschlossenes Land. Nichtsdestotrotz wirkt die Skyline bei weitem nicht so protzig wie in Doha. Zwischen den Hochhausschluchten findet man auch immer wieder ein paar Haeuser aus der Zeit vor dem Rohstoffboom. Wer auf der Suche nach einem Ort ist, der nicht so steril wirkt, sollte sich zum Bab Al-Bahrain begeben. Dahinter findet man schmale Gassen mit Ramsch- und Gewuerzlaeden. Es erinnert stark an Suedasien. Wer so etwas mag, ist auch am Zentralmarkt gut aufgehoben.

Tagsueber scheint die Stadt manchmal zu schlafen. Nachts werden die teuren Autos rausgeholt und geprotzt. Vor allem in Juffair reiht sich Bar an Bar, wo man wahrscheinlich jede Dienstleistung erwarten kann. Waehrend man in Amsterdam oder Bangkok das Gefuehl hat, dass das Nachtleben schon immer so war, wirkt es hier hingegen aufgesetzt. In einem arabischen Land erwarte ich sowas einfach nicht. Manche nennen dies schlechten Einfluss des Westens, manche sprechen auch von Doppelmoral des Islams. Darueber kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Oeffentliche Verkehrsmittel sind rar, deshalb muss man auf das Taxi zurueckgreifen. Diese fahren zwar nach Meter, jedoch muss man mit Umwegen rechnen. Wenn man sich mit Preisen auskennt, kann man eigentlich jeden Inder ansprechen. Dieser hat meist einen Freund, der Zubrot als Fahrer verdient. Legal ist die ganze Sache jedoch nicht.

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Durrat Al-Bahrain

Stolze 28 Flugminuten spaeter kommt man im naechsten Inselstaat an. Bahrain, ein Koenigreich, was die Groesse von Hamburg und Umland besitzt, glaenzt wie alles im arabischen Golf mit Luxus. Hochhaeuser, schnelle Autos und aufgeschuettete Inseln, wo ist der Unterschied zu den restlichen Laendern im arabischen Golf?

Es gilt als nicht konservativ! Die Einheimischen sind offener. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass es hier in vielen Bars Alkohol und Prostitution gibt. Willkommen im Bangkok Arabiens. Manche Leute mutmassen sogar, dass nur deshalb die Saudis eine Bruecke hierher gebaut haben.

Um dem Backpacking treu zu bleiben, habe ich mich wieder in die Jugendherberge eingenistet. Waehrend ich mich endlich mal auf einen Schlafsaal freute, wurde ich masslos enttaeuscht. Mir wurde extra ein kompletter Schlafsaal alleine zugeteilt. Die Badausstattung versetzt einen in minutenlanges Staunen.

Genau hier hab ich einen Saudi kennengelernt. 10 Minuten nach dem Aufstehen wurde ich prompt eingeladen. Was der Saudi in einer Jugendherberge macht, bleibt mir ein Raetsel. Kurzerhand ging es zu seinem Urlaubsanwesen in Durrat Al-Bahrain. Es ist die groesste aufgeschuettete Insel Bahrains und bietet alles, was man sich vorstellen kann. Ich weiss leider nicht, ob man auch als Besucher auf die Insel kommt. Der restliche Tag lief voellig normal: Essen im 5 Sterne Sheraton Hotel und Meeting im World Trade Center in voellig durchnaesster Badehose mit Flip Flops. Waehrend Freunde der Rickshawtour in 2 Tagen ein 4 Wochen Budget in Indien verbraten haben, hatte ich heute meine guenstigsten Tag auf der Reise. Verruecktes Bahrain!

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Al-Wakrah

Wieso sollte man in das 20-km entfernte Al-Wakrah fahren? Gruende gibt es dafuer eigentlich keine. Mein Motiv war der schoenen und zugleich langweiligen Kulisse Dohas zu entfliehen. Zu sehen gibt es hier nichts besonderes. Man bekommt jedoch ein Gefuehl wie die Scheichs in den Vororten leben. Der Strand ist eigentlich auch ziemlich gut. Bei ueber 40 Grad, kein Schatten und Badewannenwasser haelt man es nicht allzu lang aus. Ausserdem wird Al-Wakrah auch Austragungsort der Fussball-Weltmeisterschaft sein. Falls die WM doch im Sommer stattfinden sollte, kann man nur hoffen, dass die Klimaanlagen ausfallen und die Fussballer endlich mal etwas fuer ihre ueppige Bezahlung leisten muessen.

Das Benutzen oeffentlicher Verkehrsmittel ist eine Herausforderung, denn die Busse trifft man nur selten an. Wer vorhat nach Al-Wakrah zu fahren muss die Buslinie 109 oder 119 nehmen.

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